Olivenkunde: Eine vielfältige Steinfrucht | ART OF OIL

Olivenkunde: Eine vielfältige Steinfrucht

Es gibt rund 1000 Olivenbaumarten und davon unzählige Sorten, die sich im Geschmack, in der Farbe und der Größe unterscheiden. Allerdings sorgen nur etwa 150 Olivensorten in den verschiedenen Ländern inzwischen für eine Geschmacksvielfalt, die mit der von Weinen vergleichbar ist. Olivenbäume brauchen trockene Wärme, viel Sonne und vertragen karge Böden, weshalb sie in Mittelmeerregionen die perfekten Lebensbedingungen finden. Soweit das Klima mitspielt, kann die robuste Pflanze einige hundert Jahre alt werden und in Einzelfällen bis zu 20 Meter hoch.

Die Olive gilt nicht umsonst als eine der kostbarsten Früchte, denn die Bäume brauchen ziemlich lange, bis man von ihnen ernten kann. Oft braucht es sieben Jahre vom Pflanzen der Bäume, bis zur ersten Ernte.

Erntezeit der Oliven ist je nach Gebiet ab Mitte Oktober, bis Ende Januar. 90% der geernteten Oliven werden zu Olivenöl verarbeitet, der Rest wird meistens in Öl oder Salzlake eingelegt und als Knabberei oder als Zutat für Gerichte der Mittelmeerküche verwendet.

Die Farbe der Oliven reicht von grün über violett bis hin zu schwarz. Für alle, die aber bislang glaubten, die Farbe der Olive hängt von der jeweiligen Olivenart ab, der liegt hier falsch.

Die Farbe der Olive zeichnet nämlich nicht die Olivensorte aus, sondern den Reifegrad. Grüne Oliven werden unreif geerntet. Erst mit zunehmender Reife verändern sie ihre Farbe in violett und schließlich zu schwarz. Besonders grüne, also unreif geerntete Oliven sind eigentlich nicht für den Verzehr geeignet. Daher kommen sie zuerst in ein Bad aus Natronlauge, das die Bitterstoffe entzieht und die Olive für uns genießbar macht.